BoostLab6-1: EnzyPol - Enzymatische Alternativen für Kobalttrockner

 

Projektlaufzeit

1. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2023

Projektpartner

BYK-Chemie GmbH

RWTH Aachen, ABBt (Lehrstuhl für Biotechnologie)

Forschungszentrum Jülich, IBG-1 (Institut für Biotechnologie, Bioprozesse und Bioanalytik)

Projektbeschreibung

In der kunststoffverarbeitenden Industrie wird Kobalt unter anderem als Beschleuniger für die Aushärtung von Verbundwerkstoffen wie Glasfaser-verstärkte Kunststoffe auf Basis ungesättigter Polyesterharze genutzt. Ein großes Einsatzgebiet ist der Fahrzeug- und Bootsbau. Auch Rotorblätter für Windkraftanlagen werden aus diesen Verbundwerkstoffen hergestellt. Im Jahr 2020 lag der europäische Markt für Verbundwerkstoffe die mit Kobalt gehärtet wurden bei über 330.000 Tonnen.

Aufgrund seiner Einstufung als krebserregend und seiner limitierten Verfügbarkeit hat das Projekt EnzyPol die Zielsetzung, Kobalt gegen ein biotechnologisch hergestelltes Enzym als Ersatzprodukt mit gleichwertiger Performance zu ersetzen. Dazu müssen geeignete Enzyme identifiziert und anhand von Anwendungskriterien getestet und optimiert werden. Daneben spielt die Entwicklung und Optimierung entsprechender mikrobieller Produktionsprozesse für die Enzyme und die ökonomische Bewertung des Ersatzmaterials in Anwendungstest eine große Rolle. Das Projekt verfolgt das Ziel, den Produktionsprozess für das Enzymprodukt von der Mikrokultivierung bis in den Labormaßstab zu entwickeln und den Transfer bis in den technischen Pilotmaßstab zu vollziehen.

Offene Stellen

zurzeit keine

 
  Das Poster des Projekts EnzyPol auf der Jahresversammlung und die Autoren Urheberrecht: © biotec